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Ernährung als Reha-Beschleuniger

Ernährung als Reha-Beschleuniger

Nach einer Sportverletzung gibt es gängige Maßnahmen, die Verletzung anzugehen. Verschiedene Therapieformen stehen zu Auswahl. Selten wird einem aber eine Umstellung der Ernährung als Reha-Beschleuniger vorgeschlagen.

 

Überlastung führt bei Sportlern oft zu muskulären Verletzungen, die manchmal lange Pausen erzwingen. Anfangs wird das Körperteil ruhig gestellt und zaghafte Bewegungen läuten die Rehaphase ein. Es kann nicht optimal trainiert werden, weil die Rückfallwahrscheinlichkeit immer noch relativ hoch ist. Für Leistungssportler ist eine Verletzung gravierender als für Freizeitsportler. Dennoch ist eine Verletzung für beide entmutigend und deprimierend. Deshalb spielt eine schnelle Regeneration eine wichtige Rolle. Bei den Maßnahmen, die dafür ergriffen werden, wird die Ernährung oft vernachlässigt.

Im Falle der Belastungsinduzierten Verletzung durchläuft der Athlet folgende Prozesse. Je nachdem, wie schwer sich der Sportler verletzt hat, dauert die bewegungsfreie Zeit zwischen einem Tag bis zu mehren Monaten. In dieser Zeit verlangsamt sich der Stoffwechsel und die Muskelmasse baut ab. Damit einhergehend schwindet die Kraft und Funktionsstörungen sind zu beklagen. Wenn der Sportler seine Ruhephase beendet hat, beginnt die Reha und damit eine erhöhte Aktivität. Die Funktionalität wird durch Muskelaufbau wieder hergestellt. Leider müssen die Sportler feststellen, dass der Aufbau der Muskeln länger dauert als deren Abbau.
Um die Rehabilitationsphase zu beschleunigen, spielen einige Nahrungsmittel und Stoffe eine wichtige Rolle. Die heilende Wirkung von Ananas, Blaubeeren, Kakao oder Tee ist vielen Sportlern genauso unbekannt, wie die Wirkung von Fischöl.

 

Bei Fischöl unterscheidet man Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren. Eine Ernährung, die während der Rehabilitationsphase reich an gesättigten Fetten, Transfetten und Omega-6 ist, fördert die Entzündung. Dagegen wirken sich ungesättigte Fettsäuren und Omega-3 Fettsäuren eher entzündungshemmend aus. Das ausgewogene Verhältnis dieser beiden Fette ist notwendig, um ein ausgewogenes Entzündungsprofil gewährleisten zu können. Denn gerade zu Beginn der Verletzung ist eine konsequente Entzündungsbekämpfung nicht unbedingt heilungsfördernd. Sie verlängert den Prozess.


Fährt man als Leistungs- oder Freizeitsportler eine Strategie der Ausgewogenheit der Nahrungsfette, so dient sie sowohl der Verletzungsprophylaxe, als auch der Heilungsbeschleunigung. Mit Hilfe von verschiedenen Nusssorten wie Walnuss, Haselnuss oder Cashews, Avocados, geschrotetem Leinsamen oder anderen Samen und Leinöl versorgt man den Körper ausgeglichen mit gesättigten Fettsäuren, die in den natürlichen Proteinquellen vorkommen.

Ergänzend erreicht man einen weiteren positiven Effekt bei Kräutern und anderen Nahrungsmitteln wie Turmeric, dessen entzündungshemmender Wirkstoff Kurkumin in Curry enthalten ist. Knoblauch ist in der Lage, die Aktivität einiger Entzündungsenzyme zu reduzieren. Die Ananas spielt auch eine gewichtige Rolle. Deren Bestandteil Bromelain ist nicht nur verdauungsfördernd, es unterstützt den Heilungsprozess auch schmerzlindernd. Insbesondere, wenn die Entzündung sich lange hinzieht, können in diesem Falle Flavanoide, die verstärkt in Trauben, Blaubeeren oder Grünem Tee vorkommen, entzündungshemmend diese Phase begleiten.

Gerade jetzt, zu Beginn des Frühlings, ist die Verletzungsvorbeugung sehr wichtig, da in der Winterpause viele Freizeitsportler das Aktivitätspensum reduziert hatten. Nicht nur gutes Stretching, sondern auch eine angepasste Ernährung mit wirkungsvollen Nahrungsmitteln und Ölen unterstützen den verletzungsfreien Start in die neue Jahreszeit.

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